Energie Sparfibel

Egal, ob im Wohnzimmer, in der Küche, im Büro oder im Badezimmer: Stromfresser gibt es überall. Die Energie-Sparfibel gibt Tipps und Tricks, wie Sie im Haushalt Energie sparen und den Strompreis senken.

Energiespar-Tipps fürs Wohnzimmer

Im Wohnzimmer kann der Strompreis reduziert werden, indem Fernseher und Stereoanlage durch stromsparende Geräte ersetzt werden. Eine Steckdosenleiste mit Kippschalter ist ideal, um vor dem Zubettgehen alle Geräte vom Strom zu trennen. Router, Telefon und Co. sollten natürlich in eine andere Dose gesteckt werden – eine Zeitschaltuhr ermöglicht auch hier einen optimierten Verbrauch.

Die Heizungen in den Wohnräumen sollten vor Winterbeginn entlüftet werden. Es empfiehlt sich, die Temperatur für jedes Zimmer individuell einzustellen und außerdem eine Zeitschaltuhr zu verwenden, damit zum Beispiel das Kinderzimmer vormittags weniger stark beheizt wird. Die Richtwerte:

  • 16 bis 18 Grad im Schlafzimmer
  • 20 Grad in in Kinderzimmer und Wohnzimmer
  • 18 Grad in der Küche
  • 23 Grad im Bad

Energie sparen in der Küche

Energiesparen in der KücheAuch in der Küche ist es sinnvoll, in energieeffiziente Küchengeräte zu investieren. Wichtig ist beim Kauf vor allem die Energiesparklasse. Die entsprechend Kennung ist in der Regel an der Front der Geräte zu finden und gibt Aufschluss über den Stromverbrauch. Ideal sind Geräte mit der Energieeffizienz-Klasse A+++. Entsprechende Kühlschränke sind zwar meist etwas kostspieliger, bei entsprechendem Verbrauch amortisieren sich die Mehrkosten jedoch bereits nach kurzer Zeit.

Wer seine Küchengeräte nicht austauschen möchte, kann dennoch Energie sparen. Bereits eine niedrigere Kühltemperatur in der Gefriertruhe oder im Kühlschrank bringt auf lange Sicht eine erhebliche Ersparnis. Ideal: Mindestens 7 Grad Celsius im Kühlschrank und höchstens Minus 18 Grad Celsius im Gefrierschrank.

Beim Kochen lässt sich Energie sparen, indem statt einem herkömmlichem Topf ein Dampfkochtopf verwendet wird. Bis zu 60 Prozent weniger Strom verbraucht ein Dampfkochtopf, und wer Wasser im Wasserkocher in der Mikrowelle aufheizt, spart zusätzliche Energie. Ein passender Deckel reduziert den Stromverbrauch noch weiter.

Weitere Stromspartipps für die Küche:

  • Backofen nicht vorheizen
  • Backofen zehn Minuten vor Backende ausschalten und Restwärme ausnutzen
  • Kühlschrank möglichst weit weg von Heizung, Spülmaschine und Herd platzieren
  • Fertig gekochten Kaffee nicht auf der eingeschalteten Warmhalteplatte stehenlassen
  • Schnellkochtöpfe verwenden

Im Büro: Geräte nach der Arbeit ausschalten

Arbeiten im BüroIm Büro sind PC und Beleuchtung die Stromfresser Nummer eins. Darum gilt: Nach Möglichkeit auf einen stromsparenden Computer wechseln oder direkt einen Laptop verwenden. Zumindest der Monitor sollte über eine gute Energieeffizienz-Klasse verfügen. Tagsüber kann der Strompreis gesenkt werden, indem zum Arbeiten statt der Deckenbeleuchtung Tageslicht genutzt wird.

Tipp: Geräte nach der Arbeit oder dem Zubettgehen komplett ausschalten. Der Standby-Betrieb verbraucht unnötig Energie – der PC verursacht im Ruhemodus ganze 70 Prozent des normalen Verbrauchs.

Sparen im Badezimmer

BadezimmerIm Badezimmer ist die Waschmaschine der größte Stromfresser. Wer die Waschtemperatur von 60 auf 30 Grad Celsius senkt, verbraucht bereits deutlich weniger Energie. Zusätzlich sparen lässt sich mit einem Sparprogramm. Natürlich sollte mit dem Waschen immer gewartet werden, bis die Maschine komplett voll ist. Der Wasserverbrauch lässt sich senken, indem ein Sparduschkopf verwendet wird. Ebenso praktisch ist ein Sparspülkasten – bis zu einem Drittel weniger Wasser wird verbraucht, wenn eine solche Apparatur vorhanden ist. Auch hier gibt es meist einen Sparmodus, der den Verbrauch noch einmal reduziert.

Rasierapparate und Zahnbürsten sollten über einen direkten Stromanschluss verfügen. Der Verbrauch ist dann deutlich geringer als mit klassischen Akku-Geräten. Wer nicht auf seine kabellose Lösung verzichten möchte, sollte nach dem Laden immer den Stecker ziehen.
Das EU-Energielabel gibt Auskunft über die Effizienz von Epilierer, Rasierer und Co.
Tipp: Die Lampen im Spiegelschrank durch Energiesparlampen ersetzen. Bei durchschnittlich acht Glühbirnen lässt sich eine Ersparnis von mehr als 250 Watt erzielen.

Zuletzt lässt sich auch durch den Wechsel auf Ökostrom Geld sparen. Wer alle Möglichkeiten ausgereizt hat, um den Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden zu senken, wendet sich am besten an die örtlichen Stromanbieter. Meist gibt es günstige Alternativen, die nicht nur den Geldbeutel sondern auch die Umwelt schonen.