Die EnergieEffizienzAgentur Rhein-Neckar gGmbH () thematisiert mit ihrem Kompetenznetzwerk die energieeffiziente Altbaumodernisierung zum Nutzen von Arbeitsplätzen – insbesondere im Handwerksbereich. Durch die energetischen Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand wird ein erheblicher Beitrag zur Umwelt- und Klimaentlastung geleistet.

Ausgangslage und Potenziale
Es gibt in der Region Rhein-Neckar-Dreieck ein Potenzial von ca. 378.000 sanierungsbedürftigen Altbauten im energetischen Sinne, das sind Häuser, die vor 1978, d.h. vor der 1. WSVO (Wärmeschutzverordnung), gebaut wurden. Die Agentur stößt durch Impulspakete, Marketingmaßnahmen und Modellprojekte konkrete Sanierungsvorhaben an. Ziel ist die energetische Optimierung von Altbausanierungen in Verbindung mit einer Erhöhung der jährlichen Sanierungsquote von gegenwärtig ca. 2% auf 3%. Das kann bis zu 1000 Arbeitsplätze, vornehmlich im Handwerk, schaffen oder zumindest erhalten.

Wege zum Erfolg
Zur Erreichung der Ziele der Gesellschaft arbeitet die mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppen, die sich mit den Themen “Energieeffizienz, Gebäudemodernisierung im Bestand, Arbeitsplätze und Klimaschutz” beschäftigen, zusammen, auch mit Klimaschutz- und Energieberatungsagenturen. Die Aktivitäten der beziehen sich insbesondere auf Handwerk, Architekten, Wohnungsbauunternehmen, Städte und Gemeinden des Rhein-Neckar-Dreiecks. Im Rhein-Neckar-Dreieck – einem der größten Wirtschaftsräume Deutschlands mit ca. 2,3 Mio Menschen – treffen drei Bundesländer, Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg, zusammen. Daher ist die eine länderübergreifende, regionale Agentur.

Best-Practice-Projekte
der Zur Weiterverbreitung des Themas “Energieeffiziente Altbaumodernisierung” bedient sich die verschiedenster Maßnahmen. Diese reichen von Foren, Symposien, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und Messen bis hin zu Best-Practice-Projekten. Dort kann Energieeffizienz am besten anschaulich gemacht werden. Best-Practice-Projekte werden, wie alle anderen genannten Werbe- und Marketingmaßnahmen, mit den Netzwerkpartnern des -Kompetenznetzwerkes gemeinsam “vermarktet”. Mit Hilfe von Best-Practice- Projekten hat die bereits folgende Themen der “Gebäudemodernisierung im Bestand” in den Fokus des Interesses gebracht: Einzelne Wohngebäude, z. B. das weltweit erste “3-Liter-Haus im Bestand” des -Gesellschafters LUWOGE, ganze energieeffizient sanierte Stadtviertel, wie z.B. das Wohngebiet “Schillerschule” des -Netzwerkpartners GAG, Aktiengesellschaft für Wohnungs-, Gewerbe- und Städtebau, Ludwigshafen oder das Brunckviertel der BASF sowie die energetische Revitalisierung einer Innenstadt, dargestellt an denkmalwürdigen Bauprojekten des -Netzwerkpartners, dem Projektentwickler Osika GmbH, im Hemshof, der Altstadt und dem “Herz” Ludwigshafens.

Das Brunckviertel
Innerstädtische Wohngebiete für Mieter wieder attraktiv zu machen, ist das erklärte Ziel aller Stadtplaner. Wie das gelingen kann, zeigt das Beispiel des Brunckviertels, einer Werksiedlung der BASF in Ludwigshafen. Der bisherige Zustand der 150 Häuser mit 850 Wohnungen, die meisten aus den 50er Jahren, genügten nicht mehr dem heutigen Standard. Gemeinsam erarbeiteten die LUWOGE und die BASF, die Stadt Ludwigshafen und das Land Rheinland-Pfalz 1996 ein umfangreiches Modernisierungskonzept für das Brunckviertel – besonders unter energetischen Gesichtspunkten. Die 1998 begonnenen Sanierungsmaßnahmen werden voraussichtlich 2006 abgeschlossen sein. Die LUWOGE investiert hierfür 50 Millionen Euro, eine Summe mit der ca. 700 Arbeitsplätze auf dem Bau gesichert werden konnten.

Energiesparen leicht gemacht
Das sanierte Brunckviertel setzt beim Energiesparen neue Trends. Kernstück des modernen Energiekonzeptes ist das Pilotprojekt “3-Liter-Haus” (Näheres siehe englischer Text). Aber auch bei den übrigen Wohnhäusern im Brunckviertel senkt die Sanierung Heizenergieverbrauch und -kosten sowie CO2-Emissionen beachtlich. Insgesamt werden im Brunckviertel durch die energetischen Maßnahmen Energieverbräuche und CO2- Emissionen um mehr als 70 % heruntergefahren. Auch die übrigen modernisierten Altbauten – außer dem “ 3-Liter-Haus” – werden durch bessere Dämmung zu Niedrigenergiehäusern, zu“7-Liter-Häusern”. Die Neubauten verteilen sich über das gesamte Brunckviertel. Die Häuser haben nicht nur unterschiedliche Standorte und Konzepte, sondern auch verschiedene Energieverbräuche: Zu den “3- und 7-Liter-Altbauten” werden noch “Ein- bis Fünf Liter-Neubauten” hinzukommen, so zumindest ist es gegenwärtig geplant.

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